Interkulturelles Projektmanagement für den betrieblichen Alltag

Qualifizierungsangebot

Interkulturalität und Internationalität ist Alltag im Wirtschaftsraum Hannover. Kolleg/innen unterschiedlicher Herkunft arbeiten zusammen, häufig zusätzlich in transnational agierenden Unternehmen. Vielfalt kann positiv aufgegriffen werden und sich darin zeigen, interkulturelle Stärke zu leben. Hier knüpft das Projekt "Interkulturelles Projektmanagement für den betrieblichen Alltag" an.

Das Projekt richtete sich an Studierende, Hochschulabsolvent/innen und Betriebsangehörige, um sich gemeinsam interkulturelles Projektmanagement anzueignen.

Das Projekt sollte die Teilnehmer/innen dazu befähigen, für eine interkulturelle Zusammenarbeit im eigenen betrieblichen Alltag gerüstet zu sein und dort als vermittelnde Multiplikator/innen agieren zu können. Dabei wurden Instrumente des Projektmanagements vermittelt und im Rahmen eines Projektes angewandt und reflektiert. Ziel war u.a. der Erwerb des Xpert basic-Zertifikats.

Das Angebot eröffnete individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, verbesserte interkulturelle Kollegialität und Kompetenz. Es unterstützte Betriebe dabei, sich zukunftsfähig auf dem Markt zu positionieren. Studierende und Hochschulabsolvent/innen konnten sich zudem eine hochwertige, gefragte Zusatzqualifikation aneignen.

Die ansonsten vergleichsweise teure Qualifikation war aufgrund einer EFRE-Förderung durch die Europäische Union sowie eine Förderung durch die Region Hannover kostengünstig (100 Euro incl. Prüfungsgebühr), aber hochwertig.

Die Kooperationsstelle Hochschulen & Gewerkschaften arbeitete für dieses Projekt mit der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Mitte gGmbH zusammen. Für die Vergabe des Xpert basic- Zertifikats ist die Volkshochschule Hannover zuständig.

Verlauf des Projektes:

Die Teilnehmer/innen durchlaufen zunächst einige ganztägige Workshops. In diesen eignen Sie sich das nötige Wissen zu den Themen "Interkulturalität" und "Projektmanagement" an. Danach erfolgt im eine Phase selbst gesteuerten Lernens: in kleinen Teams entwickeln die Teilnehmer/innen selbstständig interkulturelle Projekte. Dabei organisieren Sie sich selbst, werden aber von den Projektleitern/innen durch Beratungstermine unterstützt.

Das angeeignete Wissen wird in der letzten Phase durch weitere Workshops vertieft. Die fertigen Projekte werden am Ende bei einer feierlichen, öffentlichen Abschlussveranstaltung vorgestellt.

Die Teilnehmer/innen erhalten das Xpert Basic Zertifikat der Volkshochschule sowie eine detaillierte Teilnahmebescheinigung über die Qualifizierung.

Beispiele für gelungene Projekte:

Die Teams aus studentischen und betrieblichen Teilnehmenden haben zahlreiche Projekte selbst entwickelt. Hier eine kleine Auswahl.

(Film)reif für die Zukunft

Mehr als zehn Prozent der Jugendlichen in Hannover verlassen die allgemein bildende Schule ohne Abschluss. Bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund geht bereits jeder fünfte ohne Hauptschulabschluss ab, was die Ausbildungs- und Berufsperspektiven dieser Jugendlichen sowie ihre soziale Integration stark behindert. Ziel des Projekts ist es, mit Jugendlichen der 7. und 8. Klasse im Rahmen einer AG am Ende des Schulhalbjahres ein Video zu präsentieren. Das Thema suchen die Jugendlichen selbst aus, und auch für die Umsetzung tragen sie die Verantwortung. Am Schluss erhalten sie ein Zertifikat.

Kuk mal über den Tellerrand - Kinder und Kulturen

Innerhalb eines Jahres lernen Kinder im Grundschulalter verschiedenen Kulturen kennen. Dies fördert die Toleranz gegenüber den Mitmenschen und erleichtert die Kommunikation zwischen und das Leben in verschiedenen Kulturen. Das Projekt soll als zweiwöchiger Workshop während der Schulferien stattfinden. Die Kinder lernen jeden Tag eine neue Kultur am Beispiel eines Landes kennen. Dabei werden landestypische Spiele, Lieder, Rezepte, Kleidung und Bilder verwendet. So können sie mit allen Sinnen die Kulturen erfahren.

Internationale Kooperation/Outsourcing weltweit

Ziel ist die Erstellung einer produktunabhängigen Anforderungsrichtlinie als Entscheidungshilfe für die Auswahl von Lieferanten und Kooperationspartnern in anderen Ländern/Kulturkreisen. Mit kleinen Änderungen soll diese Richtlinie für verschiedene Produktgruppen einsetzbar sein. Hierfür ist eine Standortanalyse notwendig. Diese könnte u.a. nach folgenden Kriterien verfahren: Ressourcenverfügbarkeit, Infrastruktur, Korruptionsindex, Gefährdungslage, umweltpolitische Aspekte und Kinderarbeit. Ein Anforderungskatalog soll nach ethischen, moralischen und betriebswirtschaftlichen Grundsätzen entwickelt werden. In Frage kommende Länder/Regionen werden recherchiert. Diese werden mittels Kriterienkatalog verglichen.

Transkulturelle Pflegeberatungsstelle

Die Idee richtet sich an Menschen über 55 mit und ohne Migrationshintergrund, an pflegende Angehörige und ehrenamtlich Pflegende sowie andere Interessierte. Der Fokus liegt auf der Vermittlung korrekter Pflege sowie den Themen Migration und Prävention. In wöchentlich wechselnden Veranstaltungen werden unterschiedlich Themen der Gesundheit und Prävention behandelt, um eine kultursensible Pflege zu ermöglichen. Hierzu sind Sprechstunden, aber auch Informationsveranstaltungen und Kurse angedacht.

Literatur zum Thema

Interkulturelle Kompetenz:

  • Auernheimer, Georg: Einführung in die Interkulturelle Pädagogik. WBG Verlag
  • Baumann, Christoph Peter: Der Knigge der Weltreligionen. Festes Brauchtum und richtiges Verhalten auf einen Blick. Kreuz Verlag
  • Doser, Susanne: 30 Minuten für interkulturelle Kompetenz. Gabal Verlag
  • Erl, Astrid / Gymnich, Marion: Interkulturelle Kompetenz. Erfolgreich kommunizieren zwischen den Kulturen. Klett Verlag
  • Kumbier, Dagmar / Schulz v. Thun, Friedemann (Hrsg.): Interkulturelle Kommunikation: Methoden, Modelle, Beispiele. Rowohlt Verlag

 Projektmanagement:

  • Bohinc, Thomas: Projektmanagement. Soft Skills für Projektleiter. 
  • Bohinc, Thomas: Grundlagen des Projektmanagements: Methoden, Techniken und Tools. Gabal
  • Boy, Jacques / Dudek, Christian / Kuschel, Sabine: Projektmanagement - Grundlagen, Methoden und Techniken, Zusammenhänge.
  • Doppler: Change Management. Den Unternehmenswandel gestalten. Lauterburg
  • Hobbs, Peter: Professionelles Projektmanagement. Mvg Verlag
  • Meier, Rolf: Projektmanagement. Grundlagen, Methoden und Techniken. Gabal
  • Möller, Thor / Dörrenberg, Florian: Projektmanagement. Wirtschafts- und sozialwissenschaftliches Repetitorium. Oldenbourg Verlag
  • Tumuscheit, Klaus D.: Überleben im Projekt. 10 Projektfallen und wie man sie umgeht.

Reichtumsuhr

Die Vermögensverteilung in Deutschland
Vermögen in Deutschland sind extrem ungleich verteilt. Die Nettoprivatvermögen wachsen zudem um 328 Milliarden Euro im Jahr. Allein das reichste 1% der Bevölkerung darf einen Vermögenszuwachs von 117 Milliarden Euro im Jahr einstreichen. Auf der anderen Seite steht ein Zuwachs der öffentlichen Verschuldung von 5,4 Milliarden Euro jährlich. Die Reichtums- und Schuldenuhr der ver.di-Bundesverwaltung schreibt diesen Trend fort.
Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen der Reichtums- und Schuldenuhr (PDF, 167 kb)

Pinnwand

  • Kooperationsstellen Niedersachsen und Bremen
  • Bundesarbeitsgemeinschaft der Kooperationsstellen
  • Gegenblende
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  • TIB-UB_der_LUH
    Die Sondersammlung zur Gewerkschaftsbewegung mit einem Bestand von etwa 10.000 Bänden umfasst sozialwissenschaftliche Literatur und Gewerkschaftsmaterialien zur Organisationsgeschichte und -politik. Sie wird in Kooperation mit den sozialwissenschaftlichen Instituten der Leibniz Universität Hannover und dem Deutschen Gewerkschaftsbund aufgebaut.

  • Einstellung zur Arbeit
    In 15 Städten weltweit wurden im Rahmen des Projektes Videos mit einer Länge von 1-2 Minuten erstellt. Vorgabe: Die Aufnahmen sollten in einer einzigen Einstellung ohne Schnitte produziert werden. Entstanden sind beeindruckende Kurzportraits zum Thema Arbeit.

  • Logo Niedersachsen packt an