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Abgeschlossen: Von Studierenden für Studierende - Kompetenzentwicklung und Profilbildung im Studium
Es handelt sich um ein arbeitsweltliches Projekt von Studierenden für Studierende. 2007 arbeitete ein Team aus acht Pädagogik-Studierenden der Leibniz- Universität Hannover an der Entwicklung eines berufsorientierenden Angebots für andere Studierende, das im Sommersemester 2008 sowie im Wintersemester 2008/09 umgesetzt wurde. Das Seminar bekam den Titel "Das Berufsziel im Blick", das sich an Studierender aller hannoverschen und hildesheimer Hochschulen wendete.
Hierin lag der erste Effekt des Projekts: dieses studentische Team erhielt die Möglichkeit, das im Studium angeeignete erwachsenendidaktische und -methodische Wissen unter professioneller Begleitung der Kooperationsstelle in ein konkretes Seminarprojekt umzusetzen. Die Idee stammt von Dr. Dagmar Borchers, wiss. Mitarbeiterin der Kooperationsstelle und zugleich auch der didaktische Coach für das Studierendenteam. Didaktische Grundstruktur war das Prinzip selbst gesteuerten Lernens. Selbst gesteuert lernt, wer tendenziell freie Hand bekommt bei der Wahl des Lernziels, der Lernwege, der Lernmethoden usw.
Das Studierendenteam konnte in großen Teilen selbst gesteuert arbeiten, also etwa das Seminarthema selbst festlegen. Aber auch im von den Studierenden entwickelten Seminar selbst war Selbststeuerung das Grundprinzip.
Konkreter Ablauf
Der zweite Effekt: die Teilnehmer/innen konnten sich - in Teamatmosphäre und unter gegenseitiger Beratung - bereits im Studium an die Arbeitswelt annähern und Praxiskontakte aufzubauen. Das Angebot gliederte sich in zwei Teile. In einem ersten Teil befassten sich die Teilnehmenden mit eigenen Interessen und Fähigkeiten. Daraus wurden konkrete individuelle Ziele entwickelt, die sowohl in Praxiskontakten als auch in Annäherung an ganz bestimmte Branchen, schließlich aber auch in der Aneignung bestimmter Kompetenzen oder Expertise bestehen konnten. Da auch hier Selbststeuerung ein wichtiges didaktisches Grundprinzip ist, können diese Ziele interindividuell also unterschiedlich ausfallen.
Im zweiten Angebotsteil setzten die Teilnehmer/innen ihre Ziele um. Dabei wurde nach der Methode der gegenseitigen Kollegialen Praxisberatung; (vgl. Knoll, Hendriksen) in Teilnehmer/innenteams gearbeitet. Parallel ermöglichte die Kooperationsstelle den Teilnehmer/innen bedarfsorientiert Kontakte in die Praxis, etwa Vorträge über die Arbeitswelt oder Hilfe bei der Suche nach Kurzpraktika. So kamen spannende Vortragsveranstaltungen zu den Tätigkeitsfeldern "Radiomoderation" und "Systemische Beratung" zustande, die direkt von den Teilnehmer/innen gewünscht und auch selbst gesteuert angebahnt wurden. Jens Mahrhold vom NDR berichtete über seinen Berufsalltag und gab ganz konkrete Tipps zu Eignung und Einstieg in die Branche. Herr Beuse vom Insititut für systemische Beratung stellte Grundzüge systemischer Beratung zur Diskussion und informierte über formelle Voraussetzungen für diese Tätigkeit. Diese beiden Veranstaltungen wurden auf Wunsch der Teilnehmer/innen unseres Seminars ausgekoppelt, hochschulweit angeboten und speziell beworben. Die Teilnehmerzahlen sprachen für sich.
Die gesamte Arbeit wurde im ersten Seminardurchlauf von den Pädagogik-Studierenden, die das Angebot entwickeln, auch umgesetzt und begleitet. Die Kooperationsstelle stellte für den gesamten Prozess Supportmöglichkeiten zur Verfügung: Öffentlichkeitsarbeit für das Angebot, Klärung der Creditpoint-Problematik, Klärung der finanziellen Möglichkeiten, Leitung verschiedener Workshops für die Pädagogikstudierenden zur Angebotsentwicklung, didaktische Beratung zum Angebot selbst, Coaching des umsetzenden Teams im Sommersemester, Organisation von Kick-Off und Abschlussveranstaltung.

