25 Jahre Kooperationsstelle Hannover-Hildesheim

Brücken zwischen Wissenschaft und Arbeitswelt

25.03.2026 | Ausgebucht, stark besetzt, voller Impulse: Die Jubiläumstagung zeigte, wie wichtig der Dialog von Wissenschaft und Arbeit ist.

Volles Haus, intensive Gespräche und viel Rückenwind für die weitere Arbeit der Kooperationsstelle: Mit der ausgebuchten Tagung „Brücken zwischen Wissenschaft und Arbeitswelt: 25 Jahre Kooperationsstelle Hannover-Hildesheim“ hat die Kooperationsstelle am 25. März 2026 ihr Jubiläum gemeinsam mit Gästen aus Hochschulen, Gewerkschaften, Politik und Stiftungen gefeiert. Im Zentrum standen Themen wie Transformation, Mitbestimmung und guter Arbeit – und die Frage, wie Wissenschaft und Praxis noch enger zusammenarbeiten können.

Schon der Opening Talk machte deutlich, welchen Stellenwert die Kooperationsstelle in der Region und darüber hinaus hat: Ministerpräsident Olaf Lies, DGB-Bezirksvorsitzender Dr. Ernesto Harder, HsH-Präsident Prof. Dr. Josef von Helden und Stefanie Nartschik-Mikami von der Hans-Böckler-Stiftung würdigten die Kooperationsstelle als wichtigen Ort des Austauschs zwischen Wissenschaft, Betrieben und Gewerkschaften.

Olaf Lies betonte: „Kooperationsstellen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag, um Wissenschaft und Praxis enger zu verzahnen – das stärkt Niedersachsen als Innovations- und Arbeitsstandort.“ Josef von Helden hob hervor: „Wissenschaft entfaltet ihre Wirkung besonders dann, wenn sie im Austausch mit der Praxis steht. Die Kooperationsstelle ist dafür ein zentraler Ort.“ Und Ernesto Harder unterstrich: „Die Transformation der Arbeitswelt gelingt nur, wenn Beschäftigte mitgenommen werden. Die Kooperationsstelle schafft dafür seit Jahren die richtigen Räume.“

Dass diese Räume in den vergangenen 25 Jahren mit Leben gefüllt wurden, zeigte auch der Rückblick von Andrea Wemheuer. Sie zeichnete nach, wie sich die Kooperationsstelle seit 2001 zu einer festen Größe im regionalen Netzwerk entwickelt hat. Die Jubiläumstagung machte damit nicht nur die Geschichte der Kooperationsstelle sichtbar, sondern auch ihre aktuelle Relevanz: als Brücke zwischen Forschung, betrieblicher Praxis und gewerkschaftlicher Erfahrung.

Inhaltliche Impulse setzte außerdem die Keynote von Prof. Dr. Kerstin Jürgens, Professorin für Mikrosoziologie an der Universität Kassel. In ihrer Keynote mit dem Titel „Kooperation für die Arbeitswelt: eine gesellschaftliche Verpflichtung“ ordnete sie aktuelle Entwicklungen der Arbeitswelt ein und gab Impulse für die künftige Zusammenarbeit von Hochschulen, Gewerkschaften und betrieblicher Praxis.

Am Nachmittag ging es in vier Workshops weiter. Dort diskutierten die Teilnehmenden unter anderem über neue Ansprüche an Arbeit, Fachkräftesicherung durch Internationalität, Qualifizierung im Wandel und die gesellschaftliche Verantwortung von Hochschulen. Die engagierten Debatten und die große Resonanz haben einmal mehr gezeigt: Der Bedarf an Austauschformaten zwischen Wissenschaft, Gewerkschaften und Praxis ist ungebrochen – und die Kooperationsstelle wird diesen Dialog auch künftig aktiv mitgestalten.