Ausstellung mit Begleitprogramm

"Jelängerjelieber - Arbeiten in der Wissenschaft" des Fotografen Frank Krems

25.08.2026 | Wissenschaft bedeutet Neugier, Erkenntnis und Freiheit – aber auch Befristung, Konkurrenz und ungleiche Chancen. Die Fotoausstellung „Jelängerjelieber“ von Frank Krems erzählt von Menschen und ihren Wegen durch den Wissenschaftsbetrieb. Mit Ausstellungseröffnung, Kinoabend und Finissage laden wir dazu ein, genauer hinzusehen und darüber zu sprechen, unter welchen Bedingungen Menschen in Wissenschaft arbeiten – und wer dort welche Chancen hat.

Wie sieht ein Leben in der Wissenschaft aus? Wer findet seinen Weg hinein, wer kann bleiben – und was passiert, wenn die erhoffte wissenschaftliche Karriere nicht aufgeht?

Mit seiner Ausstellung „Jelängerjelieber – Arbeiten in der Wissenschaft“ richtet der Fotograf Frank Krems den Blick auf Wissenschaft als Arbeits- und Lebenswelt. Seine Porträts und Interviews erzählen von Bildungswegen und beruflichen Umwegen, von Begeisterung für Forschung und Lehre, aber auch von befristeten Verträgen, unsicheren Perspektiven und der Schwierigkeit, wissenschaftliche Karriere und persönliches Leben miteinander zu vereinbaren.

Dabei geht es nicht allein um individuelle Entscheidungen. Die Ausstellung fragt auch nach den Strukturen dahinter: Wer hat Zugang zur Hochschule? Wer kann sich die Unsicherheit einer wissenschaftlichen Karriere leisten? Welche Rolle spielen Geschlecht und soziale Herkunft? Und was müsste sich ändern, damit Wissenschaft ein guter Arbeitsplatz für unterschiedliche Menschen sein kann?

Diesen Fragen gehen wir in drei Veranstaltungen nach:

30. September | 18:00 Uhr
Ausstellungseröffnung „Jelängerjelieber Arbeiten in der Wissenschaft“

Zum Auftakt stellen wir die Ausstellung und das Projekt gemeinsam mit Frank Krems, Beteiligten und Protagonist*innen vor. Im Gespräch geht es um die Geschichten hinter den Bildern und um Arbeits- und Karrierebedingungen in der Wissenschaft. Für den musikalischen Rahmen sorgt die Band Spätlese. Anschließend bleibt Zeit, die Ausstellung zu erkunden und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Infos und Anmeldung

13. Oktober | 18:00 Uhr
„Picture a Scientist“ – Filmvorführung und Gespräch

Der Dokumentarfilm begleitet drei Wissenschaftlerinnen, die von Diskriminierung, Ausgrenzung und ihrem Kampf um Anerkennung berichten. Im Anschluss richten wir den Blick auf das deutsche Wissenschaftssystem: Welche Barrieren bestehen hier? Wie wirken Geschlecht, soziale Herkunft und andere Ungleichheiten zusammen? Und wie kann Wissenschaft gerechter werden?

Infos und Anmeldung

18. November | 18:00 Uhr
Wer kommt rein, wer kommt weiter? Klassismus im Hochschulsystem

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe geht es um soziale Herkunft und Klassismus. Denn ein formal offener Hochschulzugang bedeutet noch lange nicht gleiche Chancen. Finanzielle Sicherheit, familiäre Erfahrungen mit Hochschule, kulturelle Selbstverständlichkeiten und Netzwerke beeinflussen Bildungs- und Karrierewege erheblich. Gemeinsam wollen wir diskutieren, wo diese Barrieren entstehen – und was Hochschulen, Gewerkschaften und Förderinstitutionen dagegen tun können.

Infos und Anmeldung

Alle drei Veranstaltungen finden bei Arbeit und Leben, Arndtstraße 20 in Hannover statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um eine Anmeldung.

Die Reihe wird in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen - Sachsen-Anhalt, dem DGB Niedersachsen und dem AStA der Leibniz Universität Hannover organisiert.