Termin

Tagung: Gesetzlicher Mindestlohn - Einführungspraxis und Umgehungstrategien. Das Beispiel von Solo-Werkverträgen

Das Netzwerk der Kooperationsstellen Hochschulen - Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen führt jedes Jahr gemeinsam eine Tagung durch und lädt alle Interessierten 2016 nach Oldenburg ein zum Thema: Gesetzlicher Mindestlohn - Einführungspraxis und Umgehungstrategien. Das Beispiel von Solo-Werkverträgen

Zum Hintergrund:

Mit dem gesetzlichen flächendeckenden Mindestlohn sollte auch in Deutschland die weitere „Ausfransung“ des Einkommensgefüges nach unten gestoppt werden.

Die von Unternehmensverbänden und politischen InteressenvertreterInnen mit dem Mindestlohn in Verbindung gebrachte Zunahme der Erwerbslosigkeit ist nicht eingetreten – die Beschäftigungsformen haben sich lediglich verändert. Trotzdem gibt es Umgehungsstrategien und Umsetzungsprobleme bei der Einführung des Mindestlohns. Ein Beispiel dafür ist die deutliche Zunahme von Werkvertragsarbeit in Form von „Solo-Selbständigkeit“. Auch bei der Dokumentation der Arbeitszeit werden in Beschäftigungssektoren mit Mindestlohnbezahlung Umgehungsstrategien vermutet. Gefordert wurde eine erhebliche Einschränkung der Dokumentationspflichten mit Hinweis auf damit verbundene unzumutbare Arbeitsbelastungen. Im Zusammenhang mit den Beschäftigungsperspektiven von Flüchtlingen ist die Diskussion um Ausnahmeregelungen wieder neu entbrannt.

Mit der Tagung des Netzwerkes der Kooperationsstellen in Niedersachsen und Bremen „Gesetzlicher Mindestlohn – Einführungspraxis und Umgehungsstrategien“ wollen wir am 09.06.2016 an der Universität Oldenburg die Diskussion um den Mindestlohn aufgreifen. Mit unterschiedlichen Branchenbeispielen wird ein Einblick in die Mindestlohnpraxis ermöglicht.

Die bis zum Tagungszeitpunkt voraussichtlich umgesetzten Gesetzesentwürfe zur Arbeitnehmerüberlassung und zur Werkvertragsarbeit werden mit einbezogen und in Bezug auf deren regulierende Wirkung(smöglichkeiten) im Beschäftigungssystem untersucht.

Tagungsprogramm

10.00 Uhr: Begrüßung

10.15 Uhr: Prof. Dr. Claudia Weinkopf, IAQ Universität Düsseldorf: Die Durchsetzung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland – Herausforderungen und bisherige Erfahrungen.

11.30 Uhr: Lars Niggemeyer, DGB Landesbez. Niedersachsen,Bremen, Sachsen-Anhalt: Bedeutung eines gesetzlichen Mindestlohns aus gewerkschaftspolitischer Sicht - Ausnahmeregelungen

12.15 Uhr - 13.00 Uhr: Praxisbeispiele Mindestlohnumsetzung: Baubranche, Zeitungszusteller, Reinigungsbranche

13.00 Uhr: Pause

14. 00 Uhr -15.00 Uhr: Praxisbeispiele Mindestlohnumsetzung: Beratungsstelle Faire Mobilität Kontrollpraxis: Finanzkontrolle Schwarzarbeit

15.00 Uhr: Prof. Dr. Christiane Brors, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg: Juristische Absicherung arbeitsmarktpolitischer Mindestbedingungen - Umgehungsstrategie der Soloselbständigkeit

16.00 Uhr: Ende der Tagung

 

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Einladungsflyer.

Ein Resume zur Tagung können Sie in unseren Meldungen auf der Startseite einsehen.

Veranstalter:
Netzwerk der Kooperationsstellen Hochschulen - Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen
Ort:
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Ammerländer Heerstraße 121, 26129 Oldenburg
Anfang:
Donnerstag, 9. Juni 2016
 
10:00 Uhr
 
16:00 Uhr

Reichtumsuhr

Pinnwand


  • Kooperationsstellen Niedersachsen und Bremen
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  • Nachdenkseiten
  • TIB-UB_der_LUH
    Die Sondersammlung zur Gewerkschaftsbewegung mit einem Bestand von etwa 10.000 Bänden umfasst sozialwissenschaftliche Literatur und Gewerkschaftsmaterialien zur Organisationsgeschichte und -politik. Sie wird in Kooperation mit den sozialwissenschaftlichen Instituten der Leibniz Universität Hannover und dem Deutschen Gewerkschaftsbund aufgebaut.

  • Einstellung zur Arbeit
    In 15 Städten weltweit wurden im Rahmen des Projektes Videos mit einer Länge von 1-2 Minuten erstellt. Vorgabe: Die Aufnahmen sollten in einer einzigen Einstellung ohne Schnitte produziert werden. Entstanden sind beeindruckende Kurzportraits zum Thema Arbeit.

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