Reihe "Schitt für Schritt ins Paradies"

Großes Interesse am Streitgespräch zum bedingungslosen Grundeinkommen

28.02.2018 | Die Veranstaltung des Bündnisses „Schritt für Schritt ins Paradies“ am 13.02.2018 im Pavillon fand mit mehr als 120 Teilnehmenden einen großen Zuspruch. Das Streitgespräch zum bedingungslosen Grundeinkommen(BG) zwischen Prof. Silke Bothfeld von der Hochschule Bremen und Roland Blaschke, Mitbegründer des Netzwerkes Grundeinkommen behandelte u.a. die verschiedenen Konzepte eines BG und beleuchtete die Chancen, aber auch die möglichen Gefahren eines BG.

Während Blaschke darauf bestand, dass ein BG die Gewerkschaften in ihrer Politik im Allgemeinen und in der Tarifpolitik im Besonderen unterstützen würde, bezweifelte Bothfeld dies. Sie sah vielmehr die Gefahr, dass von Arbeitgeberseite ein BG in den Lohn „eingepflegt“ würde und diese deshalb insgesamt weniger Kosten zu tragen hätten. Deshalb bezweifelte Sie auch die Wirkung einer finanziellen Umverteilung zugunsten der Ärmeren durch ein BG.
Auch über die Finanzierung eines BG gingen die Meinungen erwartungsgemäß auseinander. Hielt Blaschke dies für Machbar u.a. durch Einnahmen mittels einer Vermögens- und Erbschaftssteuer so argumentierte Bothfeld, dass Sie dafür nicht die handelnden Akteure sehe, die diese Veränderungen auf politischer und gesetzgeberischen Ebene herbeiführen würden.
Problematisiert wurde ebenfalls der Arbeitsbegriff und die Wertschöpfung durch Arbeit, wobei Bothfeld auch auf die sinnstiftende Seite der Arbeit hinwies, während Blaschke hervorhob, dass ein BG Menschen davon befreie, jegliche Arbeitsbedingungen akzeptieren zu müssen.
Einig waren sich die Diskutanten darin, dass an der bisherigen Praxis der Hartz IV Gesetzgebung vieles menschenunwürdig sei.
Auch die anschließende Diskussion im Plenum spiegelte die kontroversen Positionen wieder.

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