Netzwerktreffen des Demografienetzwerks

"üstra Vorreiterin in Sachen Demografie"

07.10.2015 | Am 6. Oktober 2015 fand das Treffen des Demografienetzwerks bei der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG statt. Ca. 30 Personen diskutierten intensiv über das dortige Mischarbeitssystem und die sogenannte "Leichte Vollzeit" sowie über den Demografietarifvertrag im Nahverkehr.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Dagmar Pieper von der Mitarbeiterberatung der üstra und Darijusch Wirth, Projektleiter des Netzwerks demografische Entwicklung und betriebliche Antworten, stimmte Wilhelm Lindenberg (Vorstand Betrieb und Personal) die Teilnehmenden mit aktuellen Informationen zur üstra auf die Veranstaltung ein.

Im Anschluss stellte Dr. Ulrich Fischer (Stabsbereich Personal) das Mischarbeitsmodell für Beschäftigte und aktuelle Evaluationsergebnisse dazu vor. Bei dieser arbeitsorganisatorischen Maßnahme zur Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit könnten teilnehmende MitarbeiterInnen auch auf anderen Arbeitsplätzen eingesetzt werden. So würden FahrerInnen beispielsweise zudem in der Fahrkartenkontrolle eingesetzt, auch um einseitige Belastungen zu vermeiden bzw. zu verringern. Als zweites Instrument referierte Fischer zur "Leichten Vollzeit". Beschäftigte der üstra könnten so ihre Arbeitszeit um bis zu 10% reduzieren. Das Bruttoentgelt verringere sich dabei entsprechend. Allerdings werde die verkürzte Arbeitszeit nicht in eine geringere Wochenarbeitszeit, sondern in zusätzliche freie Tagen umgewandelt. Diese würden von den Mitarbeitenden unter anderem für die Familie und vermehrter Freizeit genutzt. Als Mitglied des Betriebsrates nahm Uwe Köhler zu den betrieblichen Maßnahmen ausführlich Stellung. Daran schloss sich eine tiefgehende Debatte zu einzelnen Aspekten der Anstrengungen des Unternehmens an.

Doreen Lindner, Geschäftsführerin Rat.geber GmbH, erläuterte detailliert den Demografietarifvertrag im Nahverkehr. Der im ver.di-Organisationsbereich bislang einzigartige Tarifvertrag dieser Art bilde die Grundlage für die Schaffung von betrieblichen Demografiebudgets. Auf der Basis einer obligatorischen Demografieanalyse würden Mittel für demografierelevante Maßnahmen bereitgestellt. Diese reichten je nach Bedarf von Regelungen zur Arbeitsplatzgestaltung bis hin zum Wissenstransfer und der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Arbeit der Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft präsentierte Friederike Husheer, Projektmanagerin der Agentur. Dabei ging sie insbesondere auf der Zertifikat "Demografiefest. Sozialpartnerschaftlicher Betrieb" ein, welches von der Demografieagentur verliehen wird.

Projektleiter Wirth lobte die Maßnahmen der üstra, selbst Zertifikatsträgerin der Demografieagentur, als "Vorreiterin in Sachen Demografie". Abschließend legte er die Arbeit des Demografienetzwerks dar und hob die Aktivitäten des Netzwerks bis Jahresende hervor. Schließlich lud Wirth die Anwesenden ein, Themenvorschläge einzureichen und betriebliche Aktivitäten über das Netzwerk zu verbreiten. "Vom gemeinsamen Austausch profitieren letztlich alle", so Wirth.

Die Präsentationen des Netzwerktreffen sind wie immer im Downloadbereich der Internetseite des Demografienetzwerks unter http://www.betrieblicherwandel.de/service/downloads/ bereitgestellt.

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Reichtumsuhr

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