Termin

Schritt für Schritt ins Paradies: Die Zukunft des Sorgens

Die Diskussion darum, wie Pflege, Erziehung, Wohnen und Haushaltsarbeit gesellschaftlich organisiert werden und wie die Arbeitsbedingungen in diesen Bereichen gestaltet werden, ist unter den Stichworten Care-Arbeit und Care Revolution aktueller denn je. Und sie geht uns alle an.

Die hauptsächlich von Frauen geleistete "soziale Reproduktion" wird immer stärker einer neoliberalen Logik unterworfen, was zu einer Ökonomisierung fast aller Lebensbereiche führt. Gleichzeitig mit den Finanz-, Bank- und Euro-Krisen findet auch hier eine Krise statt. In dem gesellschaftlich abgewerteten Bereich der bezahlten und unbezahlten Sorgearbeit finden weitreichende strukturelle Verschiebungen statt.

Wir nehmen mit dieser Veranstaltung einen Perspektivwechsel vor, betrachten die gesellschaftlichen Verhältnisse von der gesellschaftlichen Reproduktion aus und erhalten so wichtige Einblicke in das aktuelle Geschehen sowie Anknüpfungspunkte für Widerstand und Veränderung.

Wie kann eine gesellschaftliche Aufwertung von schlecht oder unbezahlter Reproduktionsarbeit gewährleistet werden? Wie sehen grundlegende, gesellschaftliche Einstellungen zu (Kinder-)Betreuung und Pflege aus und wie können diese verändert werden? Wie können Lebens- und Arbeitsverhältnisse so gestaltet werden, dass sie den Wünschen und Bedürfnissen von Sorgenden und Sorgeempfänger_innen entsprechen?

Unsere Podiumsgäste geben Inputs zu diesen Fragen und diskutieren sie mit dem Publikum.

Referentinnen

  • Hannelore Buls, Vorstandsmitglied des Deutschen Frauenrates (zuvor Bundesfrauensekretärin, Abt. Frauen- und Gleichstellungspolitik, ver.di)
  • Jutta Meyer-Siebert, Diplompsychologin und Geschlechterforscherin, im Koordinierungskreis des Care Revolution-Netzwerks, Hannover
  • Iris Nowak, Sozialökonomin mit dem Arbeitsschwerpunkt Konflikte um Sorgeverhältnisse im Neoliberalismus, Hamburg

Ort:
Pavillon Hannover, Lister Meile 4, Hannover
Anfang:
Donnerstag, 11. Juni 2015
Beginn:
19:00 Uhr
Ende:
21:00 Uhr

Pinnwand

  • Die Sondersammlung der Technischen Informationsbibliothek zur Gewerkschaftsbewegung mit einem Bestand von etwa 10.000 Bänden umfasst sozialwissenschaftliche Literatur und Gewerkschaftsmaterialien zur Organisationsgeschichte und -politik. Sie wird in Kooperation mit den sozialwissenschaftlichen Instituten der Leibniz Universität Hannover und dem Deutschen Gewerkschaftsbund aufgebaut.


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